Wundertütentage

Sami ist 9 Jahre alt und hat wunderschönes Zimmer, in einem schönen alten Haus mit einer alten Kastanie vor dem Fenster. Hier ist Sami zu Hause und unter der Kastanie hat er schon den einen oder anderen Käfer für seine Käfersammlung gefunden.
Doch dann eines Tages will seine Familie umziehen. Für Sami bricht eine Welt zusammen. Warum müssen sie gerade in eine Reihenhaussiedlung ziehen, in der alle Straßen Vogelnamen haben, die Häuser alle gleich aussehen und nicht ein einziger Baum steht? Aber wenn man 9 ist, wird man ja nicht nach seiner Meinung gefragt.
Nicht genug, dass Sami seine gewohnte Umgebung und seine Freunde verlassen muss, seine Eltern streiten sich so sehr, dass seine Mutter eines Tages auszieht.
Wohin und wann sie wiederkommt verrät sie nicht.
In Samis Leben geht es wirklich drunter und drüber. Seine Schwester Pauline sagt: “Manche Tage sind eben wie Wundertüten: Man weiß nie, was drin ist”.
Und tatsächlich eines Tages beim Käfersuchen geschieht ein kleines Wunder – da freundet Sami sich nämlich mit Nicki, einem Mädchen aus der Parallelklasse, an. Samuel erzählt ihr von seiner Käfersammlung und Nicki zeigt ihm die Katze Minka mit drei Katzenbabys, die sie im Schuppen versteckt.
Sami hilft Nicki bei der Aufzucht der kleinen Katzen und in der Schule freundet er sich mit Jakob an. Allen drei gelingt es letztendlich ein neues Zuhause für die Katzenkinder zu finden und plötzlich ist auch Samis Mutter wieder zurück.
Mit “Wundertütentage” hat Mirjam Pressler einen wunderbaren, warmherzigen Roman für Kinder geschrieben. Genau das richtige für die kalten Wintertage.
Autor: Mirjam Pressler
Verlag: Beltz & Gelberg Verlag 2005
Preis: 12,90Euro
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