Welch langen Weg die Toten gehen

hill.jpgPalinurus Maciver jr. erschießt sich im Arbeitszimmer seines Familienanwesens Moscow House. Er tut dies auf exakt dieselbe zeremonielle Art wie sein Vater vor zehn Jahren. Aber war es wirklich Suizid?

Inspektor Peter Pascoe kann es nicht glauben. Zu viele Fragen tauchen auf – Welche Rolle spielt die Stiefmutter des Toten? Hatte sie auch etwas mit dem Tod seines Vaters zu tun? Warum trifft sie sich mit Polizeichef Andrew Dalziel? Und warum beschützt dieser sie?

Pascoe begibt sich in das Labyrinth des Maciver-Clans und entdeckt Widersprüche, Ungereimtheiten und vor allem eine zerstrittene Familie – Abgründe tun sich auf. An dieser Stelle kommen Geheimdienste, finstere Machenschaften und Staatsinteressen ins Spiel. Schließlich geht es um Waffenhandel, Sanktionen, den 11.September und den Nahen Osten.

Der Inspektor fördert Dinge zutage, die vielleicht besser unter Verschluss geblieben wären. Und am Ende steht er genauso ratlos wie zu Beginn da, mit der einzigen Sicherheit, dass alle Beteiligten etwas zu verbregen haben.

Ein spannend, zeitweilig etwas kompliziert geschriebener Roman, der auf jeden Fall die grauen Zellen beim Lesen ankurbelt.

Autor: Reginald Hill
Verlag: Droemer 2006
Preis: 19.90 Euro

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